In Chilistan wohnt der Pazifik. Er ist ein welliges Meer, vergleichbar mit dem Atlantik. Die Sonne geht gerne in ihm unter. Den Menschen gefällt das, drum sehen sie sich diese beiden Szenarien gerne an. Die Sonne geht hier meistens abends unter. Tauben sehen aus wie Papageien (in der Luft.) Es gehen Geschichten um, von Hunden, die 10 Kinder gebähren. Und leider alle verlieren. Zeckenbisse verursachen weder Borreliose, noch Meningitis. Allen geht es gut, alle sind gesund, niemandem geht’s gut, alle sind krank. Es regnet nie. Inzwischen seit 42 Tagen nicht mehr, bzw. seit ich hier bin und wer weiß wie lange davor. Laut Augenzeugenberichten wird es auch den gesamten Sommer lang nicht einen Tropfen regnen. Sommer ist hier von Dezember bis März, Weihnachten waren es 34 Grad. Silvester wurde am Strand verbracht, mit nur 25 Grad. Kalt für Silvester, aber am Meer ist es immer kälter. (Als?) Im Inland.
Hier ist alles teuer, außer Nahrung. Elektrozeug kostet mehr als in Deutschland, wenn es überhaupt zu kaufen ist. Es war eine grausame Tortur, die SD-Karte für meine Cam zu kaufen.
Carla schläft gerade, and so should I, aber ich bin nicht müde, drum schreibe ich (wie man sieht.)
Meine Spanisch-Kenntnisse vereinen sich sehr langsam zu einem kommunikationsfähigen Etwas, das man in deutschen Gefilden als Kauderwelsch bezeichnen würde. Immerhin verstehe ich relativ viel und habe mich an den Akzent gewöhnt. Es fehlen natürlich Millionen von Vokabeln, die vielleicht 100 gelernten gegenüber stehen, doch et wööt.
Die Hunde jaulen draußen bereits, was hier den rituellen Schlafestanz einleitet, den die Eingeborenen für uns “Gringos” fern an jedem Horizont vollführen. Fürs weitere lasse ich die Fotos für mich sprechen, außer die Schreibwut überkommt mich erneut. Wie “so oft” in letzter Zeit.
Feliz navidad, prospero año, y felicidad a todos.
Que lo pasan chancho.